In den Tiefen, die kein Trost erreicht,
Laß doch Deine Treue mich erreichen,

In den Nächten, wo der Glaube weicht,
Laß nicht Deine Gnade von mir weichen,

Auf dem Weg, den keiner mit mir geht,
Wenn zum Beten die Gedanken schwinden,
Wenn mich kalt die Finsternis umweht,
Wollest Du in meiner Not mich finden.

Wenn die Seele wie ein irres Licht
Flackert zwischen Werden und Vergehen,
Wollest Du an meiner Seite stehen.

Wenn ich Deine Hand nicht fassen kann,
Nimm die meine Du in Deine Hände,
Nimm Dich meiner Seele gnädig an,
Führe mich zu einem guten Ende.

Justus Delbrück


 

 


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