Der Marabu

Eine große Storchenart 

Der Marabu ist mit seiner Gesamtlänge von ca. 140 cm und einem Gewicht von ca. 5 kg ein besonders großer, aasfressender Storch (Gattung Leptoptilos).

 Im Flug erweisen sich die Marabus als majestätische Segler mit einer Spannweite von bis zu 300 cm.

Verschiedene Arten 

Es gibt drei Arten. Zwei Arten, der Argala-Marabu (Leptoptilos dubius) und der Sunda-Marabu (Leptoptilos javanicus) leben im südlichen Asien, der bekannteste Marabu, der Afrika-Marabu (Leptoptilos crumeniferus) lebt jedoch, wie der Name schon sagt in Afrika.

 Brutverhalten 

Marabus brüten in Kolonien auf Bäumen oder Felsen. Solche Kolonien sind dort zu finden, wo Aussicht auf Aas oder Abfall besteht, also in wildreichen Gegenden, in Viehzuchtgebieten oder in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Ein erwachsener Marabu braucht täglich 720 g Nahrung.
Der Afrika-Marabu legt die zwei oder drei Eier am Ende der Regenzeit, so dass die Jungen während der Trockenzeit aufgezogen werden. Dann gibt es nämlich mehr Aas , und die Wassertiere werden in den immer kleiner werdenden Gewässern auf engem Raum zusammengedrängt.

Bei Beginn der nächsten Regenzeit sind die Jungen flügge.

Das Brüten dauert dreißig Tage, die Jungen brauchen bis zum ersten Flug etwa 116, bis zum endgültigen Verlassen des Horstes ca. 130 Tage. Offenbar brütet jeweils nur ein kleiner Teil des Bestandes.

Der Agala-Marabu brütet in Indien zwischen Oktober und Dezember. Seine Nester stehen kolonieweise auf Bäume oder Felsen. Vor ca. 80 Jahren war der Agala-Marabu so zahlreich, dass sie auf fast jedem Haus in Kalkutta zu sehen waren. Dort spielte er eine nicht unbedeutende Rolle als Straßenreiniger.

 Kropf oder Kehlsack? 

Der Afrika-Marabu und der Agala-Marabu besitzen einen großen Kehlsack (keinen Kropf), der nur Bindegewebe enthält. Vermutlich dient er dem großen, mächtigen Schnabel als Polster.

 Das Federkleid

Der Kopf und der Hals des Marabus ist fast nackt, denn er versenkt den Kopf bis tief ins Innere großer Kadaver.

Am Rücken ist der Marabu grau befiedert, mit einem Streifenmuster auf den Schwingen. Die geierartige, wollige Halskrause und die Unterseite sind weiß. Einst hatten die Marabus unter Verfolgung zu leiden, denn die zarten,  weichen Federgebilde am Bauch waren für die Damenmode sehr begehrt
                              

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Ersterscheinung: April 2001


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